Das Projekt InnoCité
InnoCité befasst sich mit der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Städten des Alpenraums, die im Einflussbereich großer städtischer Verdichtungsräume liegen.
Aufgrund der Nähe zu urbanen Zentren, veränderter Verhaltensweisen bezüglich der Versorgung sowie der zunehmenden Mobilität der Gesellschaft stehen die kleinen und mittleren Städte vor besonderen Herausforderungen, wie beispielsweise dem Bedeutungsverlust als Versorgungs- und Arbeitsstandort für die ortsansässige Bevölkerung. Diesen und anderen Entwicklungen gilt es, mittels einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Stadt- und Regionalentwicklung entgegenzuwirken.
Ziel von InnoCité ist es, die Herausforderungen für kleine und mittlere Städte im Einflussbereich großer städtischer Verdichtungsräume zu analysieren sowie Instrumente und Maßnahmen für deren Positionierung als attraktive Wohn- und Wirtschaftsstandorte zu erarbeiten.
Während der Projektlaufzeit von 2008 bis 2011 soll im Rahmen der transnationalen Projektpartnerschaft von InnoCité ein Handbuch entwickeln, das lokalen Akteuren der Stadt- und Regionalentwicklung als Orientierung und Handlungsleitfaden zur Bewältigung ihrer Herausforderungen dienen kann.
Partnerschaft
Das Projekt InnoCité wird gefördert durch das Programm INTERREG IV B – Alpine Space 2007-2013 (http://www.alpine-space.eu) der Europäischen Union. An der Erarbeitung sind insgesamt acht Projektpartner aus den Ländern Frankreich, Italien, Slowenien, Österreich und Deutschland beteiligt.
Projektpartner sind:
• Industrie- und Handelskammer Lyon (Frankreich),
• Region Franche-Comté (Frankreich),
• Region Lombardei – Abteilung Handel und Gewerbe (Italien),
• Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen – Abteilung Gemeindeentwicklung (Österreich),
• Amt der Niederösterreichischen Landesregierung – Abteilung Raumordnung und Regionalpolitik (Österreich),
• Zentrum für Regionale Entwicklung Koper (Slowenien),
• Stadt Lure (Frankreich),
• Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie – Abteilung Landesentwicklung (Deutschland).
InnoCité und Modellregionen
Für die Analyse gemeinsamer Herausforderungen von kleinen und mittleren Städten im Einflussbereich großer städtischer Verdichtungsräume haben die InnoCité-Projektpartner Kooperationen mit ausgewählten Modellregionen gebildet. Damit wird die Praxisnähe des Projektes gewährleistet. Mittels Strukturanalysen und transnationalen Vergleichsstudien werden gemeinsame und individuelle Stärken und Schwächen der Regionen herausgestellt. Darauf aufbauend werden in den Modellregionen arbeitsteilig thematische Projekte erarbeitet und initiiert, die auf die Bedürfnisse der jeweiligen Region abgestimmt sind. Die auf diese Weise erarbeiteten Erfahrungswerte und Lösungsansätze zu den unterschiedlichen Herausforderungen werden abschließend in einem Handbuch zusammen gefasst.
InnoCité und die bayerische Modellregion Markt und Landkreis Garmisch-Partenkirchen
Kooperationspartner des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie im Rahmen von InnoCité sind der Markt und der Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Die Modellregion liegt etwa 70 bzw. bis 90 Kilometer südlich der bayerischen Landeshauptstadt München.
Markt und Landkreis Garmisch-Partenkirchen stehen im Hinblick auf den immer stärker werdenden Wettbewerb der Regionen vor neuen Herausforderungen. Neben gesellschaftlichen Veränderungen, wie z.B. der zunehmenden Alterung der Bevölkerung, und Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt, beispielsweise hinsichtlich der zunehmenden Anforderungen an die Arbeitskräfte, wird auch die Modellregion Garmisch-Partenkirchen insbesondere vom touristischen und wirtschaftlichen Strukturwandel betroffen sein.
Eine gemeinsame Herausforderung der Modellregion im Projekt InnoCité besteht darin, den wirtschaftlichen und touristischen Strukturwandel zukunftsfähig zu gestalten. Insbesondere gilt es hierbei neue wirtschaftliche Märkte zu erschließen. Im Rahmen des Pilotprojektes wird daher in Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren ein Strategiekonzept zur Positionierung der Modellregion als Standort für Fort- und Weiterbildungseinrichtungen im Bereich Medizin und Gesundheitswesen erarbeitet.
Das Strategiekonzept soll dem Markt und Landkreis Garmisch-Partenkirchen als Grundlage dienen die Region als Standort für Fort- und Weiterbildungsinstitutionen der Medizin und des Gesundheitswesen zu positionieren. Aufbauend auf Untersuchungen, die sowohl Standortanforderungen als auch Fördermöglichkeiten betrachten, werden Handlungsempfehlungen sowie ein Umsetzungsleitfaden mit einzelnen Arbeitsschritten erstellt. Das Strategiekonzept wird auf zentrale Parameter auf den Weg zur "Fort- und Weiterbildungsregion" hinweisen und sowohl dem Landkreis als auch dem Markt Garmisch-Partenkirchen als weitere Basis dienen, um vorhandene Standortbedingungen mit den Erfordernissen der Fort- und Weiterbildungsbranche abzugleichen.