Die Gemeindeentwicklung Salzburg wurde von der Handelskammer Lyon eingeladen, am Projekt "InnoCité" mitzuarbeiten. Kooperationspartner des SIR und der Gemeindeentwicklung Salzburg ist der Verein "Plusregion" mit den Gemeinden Straßwalchen, Köstendorf und Neumarkt am Wallersee, die im Einzugsbereich der Stadt Salzburg liegen.
Was ist InnoCité?
Das InnoCité-Projekt befasst sich mit der Situation kleiner und mittlerer Städte, die im Einzugsgebiet großer, urbaner Zentren im Alpenraum liegen. Diese suburbanen Kleinstädte leiden häufig an regionalem Identitätsverlust und mangelnder Wettbewerbsfähigkeit. Durch die periphere Lage sind sie als Betriebsstandorte weniger attraktiv und es fehlt an qualitativen Arbeitsplätzen, was die arbeitende Bevölkerung zum Auspendeln zwingt. Die Nahversorgung ist nicht mehr gesichert und schlussendlich kommt es zu einem infrastrukturellen Verfall und einer Verschlechterung der Lebensqualität.
Welche Ziele verfolgt das Projekt?
Das InnoCité-Projekt hat zum Ziel, Probleme, die sich aus dieser besonderen Lage ergeben, zu identifizieren, ihre Ursachen ausfindig zu machen und geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Das Hauptaugenmerk liegt darauf, die Attraktivität der Regionen zu steigern, ihre Wettbewerbsfähigkeit und die Lebensqualität zu erhöhen, ihre regionale Identität zu stärken und die Erfüllung der infrastrukturellen, administrativen und ökonomischen Anforderungen sicherzustellen. Es soll dem Zentralisierungstrend entgegengewirkt werden, d.h. lokale Zentren sollen erhalten bleiben bzw. gestärkt werden.
Wer sind die Partner?
Die 7 Partner in diesem Projekt kommen aus EU-Ländern, die Anteil an den Alpen haben.
Federführend dabei ist die Région Rhône-Alpes (Handelskammer in Lyon), Frankreich. Weitere Partner kommen aus Italien (Lombardei), Deutschland (Bayern), Slowenien (Koper), Frankreich (Région Franche Comté) und Niederösterreich.
Laufzeit des Projektes: 2008-2011
Das Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen besteht in seiner heutigen Form seit 1992 und widmet sich den Aufgabenbereichen Wohnberatung und Wohnforschung, Gemeindeentwicklung (früher Dorf- und Stadterneuerung), sowie Energiefragen.
Konkrete Maßnahmen
Eine Maßnahme, die in der Plusregion bereits umgesetzt wurde, dient zur Attraktivierung des Ortszentrums und der Verbesserung der Lebensqualität in Straßwalchen. Es wurde mit Architekturstudenten der TU Graz ein Ideenwettbewerb durchgeführt der eine Vielzahl an Entwürfen hervorbrachte, wie der Ortskern vom Verkehr entlastet und für wirtschaftliches und gesellschaftliches Leben wieder attraktiver gemacht werden kann.